Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck

Special: Freitag, 30. Juni 2017 in Nürtingen

Man trifft sich um 18.00 zum gemeinsamen Essen und startet mit dem Gemeinschaftsbildungsprozess um 19:30 Uhr - open end.

Ort und weitere Infos: tomares@gmx.de .

Special: Wochenende in Stuttgart im Herbst

Das ursprünglich vom 30.6. - 02.7.2017 bei KreMe geplante, selbstorganisierte Gemeinschaftsbildungswochenende nach Scott Peck für TeilnehmerInnen mit Erfahrung in Gemeinschaftsbidlung wurde mangels TeilnehmerInnen verschoben auf den Herbst. Weitere Infos auf Anfrage unter folgender  E-Mail-Adresse. tomares@gmx.de

Wir-Gruppe 14-tägig

Mithilfe der Kommunikationsempfehlungen nach Scott Peck üben wir, authentisch miteinander zu kommunizieren.

 

Die regelmäßige Wir-Gruppe besteht derzeit aus ca. 10 Personen. Sie trifft sich  alle 14 Tage in den Kalenderwochen mit gerader Zahl, ab sofort in der Regel dienstags  von 19:30 Uhr bis ca. 21:30 Uhr in der Lateinschulgasse 8 in Vaihingen/Enz. Es können sich weitere Interessierte dazu anmelden:

E-Mail: info@kre-me.de

Telefon: 07042-960216 (Guha Quiring)

 

Die Termine bitte dem Kalender entnehmen.

 

Kostenbeitrag für die Raummiete ist 3 - 5 Euro nach Selbsteinschätzung.

 

Und hier noch Genaueres zum Wir-Prozess:

 

In Schloss Tempelhof, einer Lebensgemeinschaft von ca. 80 Menschen im Raum Schwäbisch Hall, wird dieser Prozess in regelmäßigen Abständen angeboten und durchgeführt und ist als grundlegende Technik aus diesem wagemutigen Gemeinschaftsprojekt nicht mehr wegzudenken. Der WIR-Prozess bedient sich der von Scott Peck entwickelten Kommunikationsempfehlungen zur Gemeinschaftsbildung und verhilft uns zu einem klaren, bewussten, verantwortungs- und respektvollen Umgang miteinander.

 

Und so wird der Prozess auf der Homepage von Schloss Tempelhof beschrieben:

 

"Wir befinden uns in einer Zeit, die von Wandel und Veränderung geprägt ist. Antworten im alten Sinne taugen nicht mehr, vielmehr der Wille und der Mut mit den offenen Fragen zu leben und sich im Sinne Rilkes als Forscher in Neuland zu begeben, welches sich nur durch eine ehrliche und transparente Kommunikation erschließen lässt.

In diesem Sinne dient die Gruppe und der Gruppenkontext als Übungsfeld für eine Art radikale Subjektivität, die authentische Gemeinschaft und Verbundenheit jenseits von Erwartungen und Beurteilung erfahrbar werden lässt. Damit der Prozess sein ganzes Potential entfalten kann, braucht es von jedem von uns eine einzigartige Mischung aus wachsender Bewusstheit, Verantwortung und Hingabe: Wachsende Bewusstheit über das, was aus den Tiefen unseres Unbewussten in uns aufsteigen will, Verantwortung, uns mit dem, was in uns ist, zu zeigen und einzubringen. Die Fähigkeit der Hingabe braucht es, zur Annahme all dessen, was an Gefühlen, abgelehnten Gefühlen und Widerständen in uns und in anderen auftaucht. Dies alles ohne die Einladung oder Aufforderung einer Leitfigur, eines Lehrers, oder Therapeuten.

Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck geht davon aus, dass jeder Teilnehmer die Kompetenz von Führungs-, und Leitungsqualität in sich trägt und somit Teil einer Gruppe ist, die von Scott Peck „group of all leaders“ genannt wird. Lassen wir uns auf dieses Übungsfeld und seine Herausforderungen ein, erwächst uns neben der Zunahme an sozialer Kompetenz im heilsamen Umgang mit menschlichen Themen und Wandlungsprozessen auch das Vertrauen in kollektives Wissen, in emotionale Nähe und Verbundenheit und in die transformatorische Kraft einer ehrlichen und offenen Kommunikation.

Die verschiedenen Phasen, die innerhalb des Prozesses in unterschiedlichen Reihenfolgen auftauchen können, machen die normale gesellschaftliche Kommunikation schnell sichtbar:

In der Pseudoharmonie werden oft Geschichten erzählt, die üblichen angelernten Umgangsformen praktiziert oder „über“ jemanden gesprochen. Durch verschiedene Empfehlungen, z.B. „spreche von Dir – gehe nicht in Reaktion“ wird diese Art der Kommunikation offensichtlich und schnell unangenehm.

Damit beginnt meistens die Chaosphase: Die persönlichen Glaubensbilder können die dahinter verborgenen Emotionen (Wut, Zorn, Angst, Trauer) nicht mehr zurückhalten. Vorwürfe, destruktive Angriffe oder Übersprunghandlungen scheinen jegliche gemeinsame Entwicklung unmöglich zu machen. Hier wird dann die Empfehlung „bleibe bis zum Ende“ wichtig, denn unser Geist ist gewohnt unbekanntes Terrain durch Abbruch zu verlassen.

In Mitten des vollständigen Chaos kann dann in unterschiedlichen Facetten Leere auftauchen: Trostlos und schwer – und vielleicht später wie durchlässig werdend und in ein leichteres „Nichts mehr da, was wichtig wäre“ übergehend.

Wenn an diesem Punkt einzelne Menschen der Gruppe sich in unmittelbaren Impulserleben zeigen können – und seien diese noch so „ver-rückt“- kann sich ein Feld der authentischen Erfahrung für die ganze Gruppe öffnen. Dabei wird ein Geschmack dessen offensichtlich, was es heißt, dass „das Ganze (also die Gruppe) mehr ist, als die Summe ihrer Teile“. Gleichzeitig ist dieser Prozess nicht linear, kann also auch jederzeit anders verlaufen – es gibt keine festen Muster.

In der Regel wird der WIR-Prozess nur beim ersten Treffen oder bei Schwierigkeiten innerhalb bestehenden Gruppen begleitet. Die Aufgabe der Begleitung besteht darin, den geschützten Raum zu halten, gelegentlich Impulse zu geben oder auf Energieveränderungen hinzuweisen. Je nach Ablauf können dabei auch zeitliche Unterbrechungen, Kleingruppen, Körperarbeit oder andere Arbeitsmethoden vorgeschlagen werden. Der Begleiter/in wird gleichzeitig auch Teil des Gruppenprozesses sein – es gibt also nicht nur kein vorgeplantes „Programm“, es gibt auch keine Vorgaben für die Begleiter."